Entstehung des Deutschen Schaeferhundes

Der Deutsche Schäferhund stammt von einheimischen Hütehunden ab. Die Schäfer wählten damals immer nur solche Hunde, die wetterfest und dressurfähig waren und eine enorme Ausdauer besaßen. Eine gewisse Beißveranlagung mußte bei den Hunden vorhanden sein, denn sie sollten sich ja gegenüber dem Herdenvieh durchsetzen. Hunde, die das Vieh verletzten, waren jedoch unerwünscht. Es gab inzwischen vielfältige Erscheinungsformen von Hütehunden, z.B. war das Haar kurz oder zottig. Im Süden von Deutschland gab es vorwiegend große Hunde mit hängenden Ohren und hängender Rute, im Osten dagegen sah man kleinere lebhaftere Hunde mit gespitzten Ohren und Ringelrute. Man ging nun daran, einen stockhaarigen Hütehund mit gespitzten Ohren und einer hängenden Rute herauszuzüchten.

1899 gründete ein kleiner Kreis schäferhundbegeisterter Männer in Karlsruhe den Verein für Deutsche Schäferhunde (SV), der unter der Führung des Rittmeisters Max von Stephanitz mit einer planmäßigen Schäferhundezucht begann. Die damals aufgestellten Zuchtziele, einen zu hohen Leistungen befähigten Gebrauchshund zu schaffen, gelten noch heute als bahnbrechend für das gesamte Hundewesen.

Im Zuchtbuch des SV ist der im Besitz von Max von Stephanitz stehende Hektor Linksrhein genannt Horand von Grafrath der erste eingetragene Rüde und kann somit als der Stammvater der Deutschen Schäferhunde (DSH) bezeichnet werden. Von Anfang an wurde auf Leistung als universaler Gebrauchshund größter Wert gelegt. Der Erfolg dieser planmäßigen Zucht blieb nicht aus, denn in nur wenigen Jahrzehnten wurde der DSH zur meist gezüchteten Hunderasse der Welt.



Bereits 1922 waren ungefähr 40.000 Hunde im Zuchtbuch eingetragen. Im gleichen Jahr wurde die Körung eingeführt, bei der die Gebrauchseigenschaften, Wesen und die Anforderungen an den Rassestandard eines Hundes benotet werden. Bis zum zweiten Weltkrieg wurde die Zucht von gewissenhaften Züchtern ständig verbessert. Da sich inzwischen die Vielseitigkeit des Deutschen Schäferhundes herausgestellt hatte, wurde er während des zweiten Weltkrieges als Sanitäts- und Militärhund eingesetzt. Viele dieser wesenstarken Hunde ließen dabei ihr Leben. Die Züchter mußten fast von Grund auf neu beginnen, dabei halfen die Zuchtbücher des SV und dessen straffe Führung. Die Zucht des Deutschen Schäferhundes wurde wieder aufgebaut. Heute gibt es im SV über 100.000 Mitglieder und es sind über 2 Millionen Hunde in den Zuchtbüchern eingetragen.

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